Bundeszuchtprüfung 2014

15. Bundeszuchtprüfung des DFV e.V. mit ZZL und
Vergabe des Titels Bundeszuchtprüfungssieger 2014
in Stadt Remda-Teichel am 03.10.2014

die 15. Bundeszuchtprüfung hat mit 5 gemeldeten Hunden am 03.10.2014 zum nun sechsten Mal in Thüringen stattgefunden.

Leider scheint das Interesse an dieser, einst besser besuchter, Prüfung nicht mehr zu bestehen. Zum geplanten Meldeschluss waren erst 2 Hunde gemeldet.

Auch die Möglichkeit, anlässlich dieser Veranstaltung auf Grund ihrer abgelegten Prüfungen zur jagdlichen Leistungszucht geeignete Hunde, auf Formbewertung und ZZL vorzustellen wurde schlecht angenommen.

 

Trotz Verlängerung des Meldeschlusses gingen am Ende nur 5 Meldungen ein.

Ob die, trotz wiederholt von der AG & VR Tagung abgelehnte, von einer Minderheit der Delegierten auf der MV 2014 beschlossene, Aufhebung der Altersgrenzen für ZP & BZP Besserung in der Zukunft bringen wird, ist für mich mehr als zweifelhaft.

 

Danken möchte ich hier aber auf jeden Fall den Hundeführern der BZP, den beteiligten Verbandsrichtern, beiden Zuchtrichterin- insbesondere Frau Hesse, welche für den absagenden Herrn Möhle eingesprungen ist, den Revierinhabern der Prüfungsreviere, den Revierführern, der Gaststätte „Alter Konsum“ in Teichröda und den im Hintergrund wirkenden Mitgliedern der PG Teichel.

 

Die detaillierten Ergebnisse dieser Prüfung finden Sie auf der HP, bzw. im nächsten Heft des Foxterriers.

 

Leider verursachte die Wetterlage am 03.10.2014 eine besonders schwierige Prüfungssituation. Alle Beteiligten waren pünktlich am Treffpunkt, die Eröffnung und organisatorischen Abläufe vor Prüfungsbeginn liefen reibungslos, so das wir schon kurz nach acht Uhr im Prüfungsrevier vor Ort waren. Dort herrschte jedoch Nebel mit Sichtweiten von max. 20 bis 30 Meter!!! Wir warteten eine Zeit und versuchten dann doch Hasenspuren zu arbeiten. Innerhalb kürzester Zeit verloren sich die Teilnehmer, von denen nur 3 ortskundig waren, aus den Augen und es war unmöglich die Arbeiten durchzuführen. Ich versuchte andere Revierteile oder Reviere mit besseren Bedingungen ausfindig zu machen- ergebnislos. In dieser Zeit wurde zur Überbrückung mit den Haarwildschleppen begonnen, auch das war wegen sehr schlechter Sicht nicht machbar. Eine Befragung des Revierinhabers ließ vor 13 bis 14 Uhr auf keinen Fall eine Verbesserung der Situation erwarten.

Das Richterkollektiv beriet die Situation und erwog die Übernahme der Noten der Junghundprüfungen. Dieser Gedanke wurde mit den Hundeführern besprochen und jeder einzeln dazu befragt- ich verwies die Hundführer (nur denen steht das Einspruchsrecht auf einer Prüfung zu) darauf, wenn einer von ihnen auf sein Recht der Arbeit auf der Hasenspur bestehen würde, würden wir (unter Umständen am nächsten Tag) alle prüfen. Sie stimmten alle der Übernahme der Vorzensuren zu. Inzwischen war es 11:30 Uhr und wir wechselten ins Revier nach Remda-Teichel. Hier wurde mit der Arbeit auf den Schleppen, am Wasser und beim Stöbern fortgefahren. Hierbei zeigten die Hunde doch unterschiedliche Leistungen. Dies insbesondere im Fach Stöbern, Sie können das den Zensuren der einzelnen Hunde entnehmen. Das im Stöbergelände Wild vorhanden war zeigte ein Glatthaarrüde per Exzellenz- er sprengte eine Rotte von 10 Sauen, brachte sie den Richtern (unbewaffnet) auf max 15 m Schussgerecht, folgte einem einzelnen Frischling von ca 25 kg über mehrere hundert Meter, griff diesen und hielt ihn bis zum Hinzukommen von 2 Teilnehmern. Dann riss er sich los, der Hund folgte ins Nachbarrevier. Nach ca 8 Minuten kam er selbständig zur Führerin (welche schon nervös war) zurück. Dies war ein schöner Abschluss der Stöberarbeiten.

 

Die Hunde, welche ihre Prüfungsarbeiten beendet hatten, stellten sich Frau Erler zur Formbewertung. Frau Hesse nahm anschließend noch die ZZL für die gemeldeten Hunde vor.

 

Anschließend wurde die Schreibarbeit vom Richterkollektiv sehr zügig absolviert, die Prüflinge und die Korona fuhren zum Prüfungslokal wo sie gut versorgt wurden.

Nach Eintreffen der VR im Prüfungslokal wurde die Siegerehrung vorgenommen, alle ZR & VR sowie die Hundeführer erhielten den bei uns üblichen gravierten Zinnstamperl sowie eine Umhängetasche der Firma Bosch mit Inhalt.

Der Wanderpreis des Zwingers „vom Scherfeder Wald“ für den besten spurlauten Hund unter 30 Monate wurde aus oben geschilderten Gründen 2014 nicht vergeben.

Die Präsidentin hielt eine, die Leistungen der Teilnehmer würdigende Rede. Nachdem sich der PL noch einmal bei allen Beteiligten bedankte, kam man zum gemütlichen Teil der Prüfung.

 

Parallel zur BZP fand die 1. Sachkundeprüfung für einen Verbandsrichteranwärter des DFV e.V. und zwei weiter VR Anwärter des JGHV satt. Diese wurde mit sehr gutem Ergebnis bestanden

Im Namen des gfV danke ich den VR Frau A. Hummel, Herrn W. Schneider und dem VRO Herrn R. Schulte für ihre Bereitschaft das Amt der Prüfungskommission zu übernehmen.

 

Ich hoffe sehr, dass sich fürs Jahr 2015 eine Gruppe findet, welche die BZP durchführt- denken Sie bitte an den Termin 20.11. für ihre Bewerbung.

Der Vorstand der PG Teichel, der im übrigen bedauert das sich weder ein Vertreter des AG/LG Vorstandes Thüringen sehen ließ, hat nach der BZP 2014 beschlossen, diese Prüfung nicht wieder durchzuführen.

Ach so- auch am nächsten Tag war der Nebel so dicht, dass keine Möglichkeit der Prüfung am Hasen gegeben war.

 

So, das war es für Heute, ich werde weiterhin diesen Weg für Informationen des jagdlichen Teiles und aller daran Interessierter nutzen, nur auf diesem Weg sind Sie alle für mich erreichbar.

 

Ich wünsche Ihnen allen eine Gute Zeit und den Jägern allzeit Weidmannsheil für die hohe Zeit der Jagd.

 

Milbitz in Thüringen, den 05.10.2014

Peter Mätzke 

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